Looper – der Film

Looper - Filmnposter„Looper“ ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2012 vom Regisseur Rian Johnson und feierte seine Premiere auf dem 37. Toronto International Film Festival. Bei diesem Mix aus Thriller und Actionfilm handelt es sich in erster Linie um eine spannende Geschichte auf Basis des Zeitreisens zu kriminellen Zwecken. Vor allem deswegen hebt er sich auch von anderen Filmen mit Zeitreise-Thematik ab und fügt dieser stattdessen einen ausschlaggebenden Aspekt hinzu: Mord über die Grenzen der Zeit hinaus. Hinzu kommt hier außerdem das Begegnen von Personen mit sich selbst in einer anderen Zeit. Diskussionsstoff und Streitpunkte um die Logik des Zeitreisens und seinen Effekten bietet nahezu jeder Film dieses Genres. Looper bemüht sich allerdings sichtlich und auch erfolgreich die einzelnen Fäden der Handlung zu einer plausiblen Geschichte zu verknüpfen.

Der Trailer zum Film

Gewalt, Verbrechen und Endzeitstimmung

Die Welt hat sich im Laufe der Zeit sehr verändert. Im Jahr 2044 scheinen die Vereinigten Staaten von Amerika dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kollaps nahe zu sein. Allerorten herrscht Armut, Anarchie und Gewalt. China bestimmt auf der Erde als neue Supermacht die Weltordnung, während in den USA Endzeitstimmung herrscht. Zudem gibt es unter der Bevölkerung mittlerweile durch schwache Mutationen sogar mehr oder minder begabte Menschen mit telekinetischen Fähigkeiten. In dieser herunter gekommenen Gesellschaft lebt auch Joseph Simmons (Joseph Gordon-Levitt – bekannt aus „Inception“ oder „The Dark Knight Rises“). Joe lebt in Kansas und ist ein sogenannter „Looper“. Dies sind Leute, die ihren Lebensunterhalt als Auftragsmörder verdienen, dabei jedoch besondere Ziele haben: ein Verbrechersyndikat aus dem Jahr 2074 bedient sich illegal der in jener Zeit möglichen aber streng verbotenen Zeitreise und schickt ihre Opfer in die Vergangenheit, um sie von Loopern ermorden zu lassen, da dies in der Zukunft durch neue Technologien nicht mehr ungestraft möglich ist. Zur absoluten Spurenverwischung gehört es schließlich außerdem zum Vertrag, dass die Looper irgendwann ihr eigenes, viele Jahrzehnte älteres Ich geschickt bekommen und töten müssen. Somit wird die Zusammenarbeit beendet und als finale Vergütung, sozusagen die Rente für die restlichen Jahre bis zur Exekution, werden dem Killer mitsamt dem Opfer Goldbarren mitgeschickt. Dadurch wird der Loop geschlossen.

Muttertag 2015

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Begegnung mit sich selbst

So geschieht es auch einem Freund von Joe, wodurch Joe von einem sogenannten „Regenmacher“ in der Zukunft erfährt, welcher dort alle Verbrecherorganisationen kontrolliert und plötzlich begonnen hat, alle Loops zu schließen. Kurz darauf bekommt auch Joe seinen finalen Auftrag und tötet sein älteres Ich. Mit dem erhaltenen Sold wandert er nach China aus und verbringt seine weiteren Jahre auf luxuriöse Weise mit Partys und Exzessen. In dieser Zeit lernt er auch seine zukünftige Ehefrau kennen. Nachdem 30 Jahre vergangen sind, wird seine Frau jedoch erschossen, als er von den Männern des Regenmachers zur Exekution abgeholt wird. Der Joe aus dieser Zukunft (Bruce Willis – bekannt aus der „Stirb Langsam“-Reihe) überwältigt jedoch kurz vor der Abreise ins Jahr 2044 seine Entführer und begibt sich ungefesselt in die Vergangenheit. Dort entgeht er folglich seiner Ermordung und macht sich auf, den Regenmacher, welcher zu jener Zeit noch ein Kleinkind ist, aufzuspüren und zu töten. Dadurch will er verhindern, dass seine Frau in der Zukunft erschossen wird. Währenddessen muss nun aber auch der jüngere Joe um sein Leben fürchten, da der Loop fehlgeschlagen ist und auch er selbst einfach getötet werden kann, um den älteren Joe ebenfalls zu beseitigen.

Nur ein einziger Ausweg

So ergibt sich eine rasante Verfolgungsjagd, bei der zwischenzeitlich der ältere Joe gefangen genommen wird und aber von den hinzugewonnenen Erinnerungen seines jüngeren Ichs profitiert. Am Ende steht der Showdown, bei dem sich die Generationen gegenüberstehen und die Verzwicktheit der Zeitreise schließlich zum Tragen kommt, sodass es nur eine Möglichkeit gibt, das Schicksal zu wenden.